Yad-Vashem 2021 | Seminare und Programm der Fortbildung

Erinnerung für die Zukunft – Zukunft für die Erinnerung

Eine dreiteilige Fortbildungsreihe

Teil I: Vorbereitungsseminar
23. bis 24. September 2021
Veranstaltungsort: Bad Wildbad

Teil II: Israelreise und Seminar in Yad Vashem
28. Oktober bis 06. November 2021

Teil III: Nachbereitungsseminar
8. Dezember 2021
Veranstaltungsort: Jüdische Gemeinde (IRGW) in Stuttgart

Teil I: Vorbereitungsseminar
23. bis 24. September 2021 – Veranstaltungsort: ZSL-Außenstelle Bad Wildbad

Donnerstag, 23. September 2021

9.30 Uhr Begrüßung und Einführung
Besser aus der Geschichte lernen
(Eva Obbarius, Daniel Felder, Alexandru Lucaski, SWL)

11.00 Uhr Demokratie-Leitfaden, Vorstellung der Lehrermaterialien
(Robert Feil, LpB)

12.30 Uhr Mittagessen

13.30 Uhr Gedenkstättenarbeit in Baden-Württemberg
(Andreas Schulz, LpB)

15.15 Uhr Einzigartige Beziehungen zwischen Israel und Baden-Württemberg (Dr. Julie Grimmeisen, Akademische Leiterin des Generalkonsulats des Staates Israel)

17.00 Uhr Vortrag eines Vertreters der Palästinensischen Vertretung in Berlin über die
derzeitige Lage im Nahen Osten bezüglich der Israelisch-Palästinensischen Beziehungen (N.N.)

18.30 Uhr Abendessen

Freitag, 24. September 2021

8.00 Uhr Frühstück

9.00 Uhr Reflexionsrunde

9.15 Uhr Yad Vashem – Geschichte – Pädagogik (Anne Lepper, Yad Vashem)

10.15 Uhr Pause

10.30 Uhr Organisation der Israelreise (Eva Obbarius, und Daniel Felder, Alexandru Lucaski, SWL)

12.00 Uhr Mittagessen

13.00 Uhr Ende der Veranstaltung und Abreise

Für Übernachtung und Verpflegung entstehen keine Kosten für die Teilnehmer.

Stand: 18.6.2021

 

Teil II: Israelreise und Seminar in Yad Vashem

28. Oktober bis 06. November 2021
Bei angespannter sicherheitspolitischer Lage ist ein Alternativprogramm möglich.
Änderungen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr.

Do, 28.10. Hinflug 11.00 Uhr ab Stuttgart
Ankunft 19.05 Uhr Ortszeit in Tel Aviv
Abend Transfer zum Hotel in Tiberias; Einchecken im Hotel; Abendessen auf dem Zimmer

Fr, 29.10 Busexkursion Israels Norden: Auf den Spuren des frühen Christentums – Aktuelle sicherheitspolitische Fragen an der syrisch - israelischen Grenze
Reiseleitung: N.N.

Ab 8:30 Sicherheitspolitische Fragen in den Golan-Höhen mit Marco Moreno

Res. Lt. Col. Marco Moreno war ein hochrangiger Kommandeur der israelischen Streitkräfte (IDF). In dieser Position war er Vordenker und maßgeblich Beteiligter der „Operation Good Neighbour“, welche humanitäre Hilfe für bürgerkriegsgeschädigte Syrer organisierte. Nach einem Briefing mit anschließender Diskussion werden wir mit Marco Moreno in die Golanhöhen fahren.

Mittag Fahrt auf den Bental-Berg und Möglichkeit zum Mittagessen. Der Bental-Berg ist eine Erhebung auf den Golanhöhen, von wo aus der Blick an klaren Tagen bis an die Vororte Damaskus‘ im Nordosten, bzw. bis an das Mittelmeer im Westen reicht. Aufgrund seiner strategischen Lage sind dort sowohl die israelische Armee als auch Blauhelme stationiert.

Nachmittag Auf den Spuren des frühen Christentums – Tabgha oder Kapernaum

Tabgha ist eine christliche Pilgerstätte, die mit dem Wirken Jesu – insbesondere der überlieferten Brotvermehrung – in Verbindung gebracht wird.

Kapernaum spielt in den Evangelien als Wohn- und Wirkungsort Jesu eine wichtige Rolle.

Abends Abfahrt nach Jerusalem; Einchecken im Hotel

Sa, 30.10. Exkursion in die palästinensischen Gebiete
Reiseleitung: Iman Abu-Seir

Vormittag Tent of Nations; das Tent of Nations ist ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb, der auch ökologische und friedenspädagogische Arbeit leistet. Umgeben von israelischen Siedlungen kämpft er um seine Existenz.

Nachmittag Bethlehem und Geburtskirche; Bethlehem gilt als die Geburtsstadt Jesu und ist mit der Geburtskirche ein wichtiges Pilgerziel für Christen aus aller Welt.

Abend Abendessen in einem palästinensischen Restaurant

So, 31.10. Yad Vashem Seminar (ganztägig)

Mo, 01.11. Yad Vashem Seminar (ganztägig)

Abend Geopolitische Analyse der Situation Israels im Nahen Osten,
Gil Yaron (Journalist, u.a. Die Welt, Spiegel)

Di, 02.11.

Vormittag: Geführte Tour im arabischen Teil Jerusalems und Besuch
des Wujoud-Kulturzentrums und Museum, welches sich um das palästinensische Kulturerbe bemüht. Treffen mit Noura Kurt, Gründerin der ‚Arab Women Christian Orthodox Society‘.

Yad Vashem: Seminar (halbtägig) ab 14.00 Uhr

Mi, 03.11. Yad Vashem: Seminar (ganztägig)

Do, 04.11. Yad Vashem: Seminar (ganztägig)

Fr, 05.11. Exkursion an das Tote Meer - Qumran, Masada, Ein Bokek

Qumran - Fundort alttestamentlicher Texte am Toten Meer
Die ehemalige Siedlung der Essener ist Fundort der berühmten Qumran-Schriftrollen, die einen erstaunlichen Einblick in das Leben zur Zeit Jesu geben.

Mythos Masada – Besichtigung der herodianischen Festung – ihre Bedeutung für die jüdische Geschichte
Masada, erbaut von König Herodes, war der Ort des letzten größeren jüdischen Widerstandes im jüdisch-römischen Krieg (siehe Josephus Flavius) und steht somit am Beginn der jüdischen Diaspora. Aufgrund neuerer historischer Erkenntnisse ist es als lange verehrtes nationales Symbol Israels umstritten.

Weiterfahrt nach Ein Bokek am Toten Meer zum Mittagessen, Zeit zur freien Verfügung

Sa, 06.11.

Vormittag Rückflug 7.10 Uhr ab Tel Aviv
Ankunft: 13.25 Uhr in Stuttgart

Stand 18.6.2021

Teil III: Nachbereitungsseminar
Datum: 8. Dezember 2021
Ort: Jüdische Gemeinde (IRGW) in 70174 Stuttgart, Hospitalstraße 36

9.00 Uhr Ankommen

9.30 Uhr Besichtigung der Synagoge und der Schule / Michael Kashi

11.00 Uhr Arbeit mit dem Film „Jung und Jüdisch in Baden-Württemberg“ N.N., ZSL

12.00 Uhr Mittagessen in der Jüdischen Gemeinde in Stuttgart

13.00 Uhr „Meet-a-Jew“ – pädagogische Begegnungen mit Jüdinnen und Juden in Deutschland
David Holinstat, N.N., Meet-a-Jew

13.45 Uhr Supervision

• Was hat die Reise für mich gebracht?
• Vernetzung von Aktivitäten
• Rückblick, offene Fragen

14.30 Uhr Kaffeepause

15.00 Uhr Vortrag – Antisemitismus
Dr. Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg

16.30 Uhr Teilnahmebescheinigungen, Feedbackbogen

17.00 Uhr geplantes Ende

Stand: 18.6.2021

Studienfahrt nach Israel: Seminar in Yad Vashem

Lehrgang:          6RX62
Termin:              28.10.–06.11.21
Meldeschluss:    18.07.21

Zielgruppe: Multiplikatoren, Fachberater bzw. Ausbilder in der Lehrkräfteforbildung und -ausbildung in allen Schularten

Ziel der Veranstaltung:

Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust und die Frage nach der Behandlung dieses Themas im Unterricht nehmen im Rahmen der Diskussion um zunehmenden Nationalismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus eine immer wichtigere Stellung ein. Aus der Vergangenheit wesentliche Erkenntnisse für Gegenwart und Zukunft zu gewinnen muss uns allen ein grundsätzliches Anliegen sein. Die Deutungshoheit des Nationalsozialismus und des millionenfachen Massenmords an Jüdinnen und Juden, Angehörigen der Sinti und Roma und anderen Minderheiten dürfen wir nicht Menschen überlassen, die den Holocaust leugnen und die Geschichte verfälschen.

Um hier wichtige Impulse zu setzen und die Wehrhaftigkeit der demokratischen Zivilgesellschaft zu fördern, wird eine dreiteilige Lehrerfortbildung für Multiplikatoren der Lehrkräfteaus- und -fortbildung angeboten, die eine Reise nach Israel beinhaltet.

Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS), die 1993 innerhalb der Gedenkstätte Yad Vashem (www.yadvashem.org) gegründet wurde, führt für Pädagogen aus der ganzen Welt Seminare zur Holocaust-Education durch. Eine ihrer wesentlichen Aufgaben ist die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien, die neben der Auseinandersetzung mit der jüdischen Perspektive auch die mit Tätern, Zuschauern und Rettern ermöglichen.

Ziel ist es dabei, den Schülerinnen und Schülern Handlungs- und Entscheidungsoptionen des Einzelnen sichtbar zu machen, um auf diesem Wege einen Bezug zwischen dem Gelernten und ihrer aktuellen Lebenswirklichkeit herzustellen. Die Fortbildung bietet die Möglichkeit, in einem intensiven Meinungs- und Gedankenaustausch mit Pädagogen internationaler Herkunft neue Wege und Konzepte der Holocaust-Education zu diskutieren.

Programm:

Die Fortbildung gliedert sich in ein vorbereitendes Seminar in Bad Wildbad (23. - 24.09.2021), einen mehrtägigen Workshop in Yad Vashem in Jerusalem, ergänzt durch Exkursionen in Israel in den Herbstferien (28.10.2021 - 06.11.2021) und eine nachbereitende Veranstaltung in Stuttgart (08.12.2021). Bitte beachten Sie, dass es nicht möglich ist, einzelne Teile der Gesamtfortbildung separat zu buchen.

Zusätzliche Informationen zu den einzelnen Fortbildungsteilen finden Sie auf der Homepage des SWL (www.swl-bw.de).

Das Programm umfasst Vorträge von international renommierten Wissenschaftlern, Workshops, Treffen mit Überlebenden des Holocaust und Diskussionsrunden. Im Rahmen der Reise werden auch die aktuellen Entwicklungen in Israel und den palästinensischen Gebieten in den Blick genommen.

Die Reise hat konkrete Bezugspunkte zu den Fächern Gemeinschaftskunde / Politik, Geschichte, Geographie, Religion, Deutsch sowie Ethik. Mit Blick auf die konkrete Umsetzung in der Aus- und Fortbildung durch die Teilnehmenden sollen auch Beispiele zur Einbeziehung jugendaffiner Medien erarbeitet werden.

Besondere Hinweise:

Die Teilnehmenden sollen in der Folge ihren Beitrag leisten, um im Rahmen der Lehrkräfteaus- und -fortbildung eine an den Zugängen von Kindern und Jugendlichen orientierte Auseinandersetzung mit dem Holocaust zu fördern bzw. als Experten zur Verfügung stehen. Das Angebot richtet sich an Multiplikatoren aller Schularten und Fächer.

Die Angaben in Ausschreibungstext und Programm sind ohne Gewähr. Aufgrund der Sicherheitssituation vor Ort können ggf. einzelne Programmpunkte ersetzt werden oder entfallen.

Zum Zeitpunkt der Ausschreibung werden in Israel Öffnungen für den Tourismus im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie diskutiert. Es ist durchaus möglich, dass nur Reisegruppen mit vollständig geimpften Personen nach Israel einreisen dürfen. Auf diese Bestimmungen haben wir keinen Einfluß. Es liegt im Verantwortungsbereich der Teilnehmenden die Einreisevoraussetzungen zu erfüllen.

Die Höchstteilnehmerzahl beträgt 22 Personen.

Die Studienfahrt nach Israel wird vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg bezuschusst. Der Eigenanteil für teilnehmende Lehrkräfte für Flug und Übernachtung mit Halbpension sowie der Exkursionen liegt bei € 1.300,00 (Einzelzimmer) bzw. € 750,00 (Doppelzimmer). Hinzu kommen ca.

€ 45,00 für touristische Aufwendungen sowie persönliche Ausgaben.

Weitere Kosten werden von der ISHS (International School for Holocaust Studies) Yad Vashem, der LpB (Landeszentrale für politische Bildung) und dem SWL (Südwestdeutscher Lehrerinnen- und Lehrerverband für historische, politische und ökonomische Bildung e.V.) übernommen.

Meldeschluss: 18.07.2021