Dr. Roland Wolf

Dr. Roland Wolf, der langjährige Vorsitzende des SWL, ist tot. Er starb am 14. März 2024 im Alter von 74 Jahren nach langer Krankheit.

Seine Verdienste um den SWL sind enorm; über viele Jahre WAR Dr. Roland Wolf der SWL.

Als Landesvorsitzender pflegte er vielfältige Verbindungen zu den Entscheidungsträgern in Legislative und Exekutive. Die enge Einbindung des SWL in die Weiterentwicklung der Bildungspläne war wesentlich seinem Wirken zu verdanken. Die enge Kooperation mit Institutionen wie der Landeszentrale für politische Bildung und der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem ermöglichte vielen Lehrkräften eine intensive Beschäftigung mit der Shoah sowie der Vergangenheit und Gegenwart Israels, ein bundesweit vorbildliches Projekt. Initiiert und organisiert wurde die Kooperation von den Kolleginnen Dr. Maria Halbritter und Eva Obbarius; Dr. Roland Wolf half, wo er konnte.

Auch seine Mitarbeit im Bundesverband VGD und in der Redaktion der Verbandszeitschrift gfh waren Meilensteine der bundesweiten Verbandsarbeit und brachten auch den Landesverband auf vielfältige Weise voran.

Seine letzte große Leistung für den SWL war die Organisation des Übergangs: Schon von Krankheit gezeichnet, baute er ein Team von Fachkolleg*innen auf, die unter sich die Aufgaben so verteilten, dass der Verband zukunftsfähig wurde. Dies ermöglichte letztlich auch mir als Schulleiter eines südbadischen Gymnasiums, Dr. Roland Wolf als 2. Vorsitzender für eine Wahlperiode zu unterstützen und ihn im Sommer 2023 als Landesvorsitzender abzulösen.

Persönlich kannte ich Dr. Roland Wolf seit einem Vierteljahrhundert: Wir waren viele Jahre gemeinsam im Autor*innenteam eines Geschichtsbuchs. Die intensive Zusammenarbeit und die vielen Gespräche am Rande von Besprechungen brachten uns auch menschlich zueinander.

Sein Tod ist für uns als Verband und für mich persönlich schmerzhaft und ein großer Verlust. Wir werden ihm ein ehrendes Angedenken bewahren.

Wir wünschen seiner Familie, die ihm so viel bedeutete, viel Trost und innere Ruhe in der Erinnerung an ihn.

Volker Habermaier