Kooperation Yad Vashem

Der Holocaust als Unterrichtsthema

Eine Herausforderung für die historisch-politische Bildung

Der SWL hat im Jahre 2010 in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem eine dreiteilige Fortbildungsveranstaltung zu diesem Thema höchst erfolgreich durchgeführt. Sie haben die Möglichkeit, die Dokumentation dieser Veranstaltung hier herunterzuladen. Eine Wiederholung dieser Veranstaltung ist vorgesehen.

Kooperationsabkommen

Am 25. November 2011 unterzeichneten der Direktor der Internationalen Schule für Holocaust Studien für die deutschsprachigen Länder, Herr Arik Rav-On, Frau Kultusministerin Warminski-Leitheußer, Ulrich Frick, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Baden Württemberg, und Professor Roland Wolf, 1. Vorsitzender des SWL, eine Kooperationsvereinbarung zum „Holocaust als Unterrichtsthema“.

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Bei der feierlichen Unterzeichnung im Stuttgarter „Haus der Geschichte“ – von links nach rechts: Prof. Roland Wolf, Frau Ministerin Warminski-Leitheußer, Herr Direktor Ulrich Frick, Herr Direktor Arik Rav-On

Damit soll das erfolgreiche Projekt der Lehrerfortbildung zu dem Thema „Holocaust“, bestehend aus Tagungen und einem Besuch in Jerusalem fortgesetzt werden.

Frau Ministerin Warminski-Leitheußer lobte die bisherige Arbeit der Kooperationspartner. Sie betonte in überzeugender Weise die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen pädagogischen Umsetzung des Themas im Unterricht. „Die grauenhaften Verbrechen der Nazizeit dürfen nicht in Vergessenheit geraten.“ Sie wies darauf hin, dass die aktuellen Fälle von rechter Gewalt zeigten, wie wichtig die Aufarbeitung der Vergangenheit sei.

Direktor Arik Rav-On sprach seinen Wunsch aus, dass das an diesem Tage unterzeichnete Abkommen nicht nur ein Stück Papier sei, sondern mit Leben gefüllt werde.

Professor Wolf hob die Lernchancen hervor, die die Kooperation biete. „Das pädagogische Angebot aus Yad Vashem ermöglicht authentische Einblicke, wie der Holocaust aus jüdischer und israelischer Perspektive erlebt wurde und was er für Spuren hinterlassen hat.“ Wichtig sei es dabei, Juden nicht nur in der Opferrolle wahrzunehmen, sondern auch deren Rolle in der deutschen Kultur kennenzulernen.

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Frau Dr. Maria Halbritter hatte das Projekt 2009/10 auf den Weg gebracht – und erläuterte die Projektgeschichte und den Verlauf der ersten Veranstaltungsreihe.

Ein wesentlicher Beitrag zum Programm der feierlichen Unterzeichnung dieses Kooperationsabkommens bestand in der Aufführung von Schülern aus Bretten, Dusslingen und Villingen-Schwenningen, die Präsentationen zu dem Thema erarbeitet hatten. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass daraus eine lebendige und kontinuierliche Kooperation entstehen soll.

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(Alle Fotos: Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Agentur Kraufmann)

Südwestdeutscher Lehrerinnen- und Lehrerverband für historische, politische und ökonomische Bildung e.V.