Geschäftsordnung gemäß §6 der SWL-Satzung

Beschluß der Delegiertenversammlung vom 22. Mai 1992

§ 1 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung im Bezirksverband muß mindestens alle zwei Jahre stattfinden. Der Bezirksvorsitzende muß hierzu mindestens einen Monat vorher schriftlich dazu einladen und eine vorläufige Tagesordnung nennen. Die Mitgliederversammlung nimmt den Bericht des Bezirksvorsitzenden entgegen und berät Anträge, die von den Mitgliedern spätestens zwei Wochen vor der Versammlung dem Bezirksvorsitzenden schriftlich übermittelt werden müssen. Die Mitgliederversammlung wählt im zweiten Schulhalbjahr ihren Bezirksvorsitzenden und die Delegierten für die Dauer der beiden folgenden Schuljahre. Eine vorzeitige Abwahl ist im Sinne des konstruktiven Mißtrauensvotums möglich.
  2. Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn mindestens ein Fünftel der Mitglieder des Bezirksverbandes anwesend ist. Die Beschlußfähigkeit wird unterstellt, solange sie nicht auf Antrag eines Mitgliedes während der Versammlung festgestellt werden muß.
  3. Über jede Mitgliederversammlung muß ein Beschlußprotokoll angefertigt und dem Vorstand übermittelt werden. Hierzu bestimmt der Bezirksvorsitzende einen Schriftführer für die Versammlung. Das Protokoll muß von beiden unterschrieben werden.
  4. Mindestens ein Drittel der Mitglieder eines Bezirksverbandes kann eine Mitgliederversammlung beim Bezirksvorsitzenden schriftlich mit den beabsichtigten Tagesordnungspunkten beantragen. Diesem Antrag muß der Bezirksvorsitzende binnen eines Monats mit einer Einladung entsprechen.

§ 2 Delegiertenversammlung

  1. Die Delegiertenversammlung besteht aus dem Vorstand, den Bezirksvorsitzenden und den anderen Delegierten der Bezirksverbände. Die Bezirksvorsitzenden und die Delegierten können jeweils bis zu drei Stimmen führen. Für jeweils 50 Mitglieder steht dem Bezirksverband eine Stimme zu, wobei die angefangene Zahl genügt.
  2. Die Delegiertenversammlung tritt mindestens einmal im Jahr unter der Leitung des Vorsitzenden oder des stellvertretenden Vorsitzenden zusammen. Der Vorsitzende lädt mindestens einen Monat vorher mit einer vorläufigen Tagesordnung ein. Anträge der Delegierten müssen mindestens zwei Wochen vor dem Termin beim Vorsitzenden schriftlich gestellt werden. Mindestens ein Drittel der Mitglieder der Delegiertenversammlung kann beim Vorsitzenden schriftlich mit den beabsichtigten Tagesordnungspunkten eine Delegiertenversammlung beantragen. Dem muß der Vorsitzende binnen eines Monats durch eine Einladung nachkommen.
  3. Die Delegiertenversammlung nimmt die Berichte des Vorstands, der beiden Kassenprüfer und der Bezirksvorsitzenden entgegen. Gegenstände der weiteren Beratung und Beschlußfassung sind insbesondere die Entlastung des Vorstands vor einer Neuwahl, Wahl des Vorstands und der beiden Kassenprüfer, beantragter Ausschluß aus dem Verband.
  4. Die Delegiertenversammlung ist beschlußfähig, wenn die Mehrheit der Bezirksverbände vertreten ist. Die Delegiertenversammlung entscheidet grundsätzlich mit einfacher Mehrheit, bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Bei der Entlastung des Vorstands dürfen Vorstandsmitglieder nicht abstimmen.
  5. Über jede Delegiertenversammlung hat der Geschäftsführer oder ein Beauftragter ein Beschlußprotokoll anzufertigen, das von diesem Schriftführer und dem Vorsitzenden unterschrieben wird. Das Protokoll erhalten der Vorstand und die Bezirksvorsitzenden.

§ 3 Vorstand

  1. Der Vorstand wird von der Delegiertenversammlung gegen Ende des zweiten Schulhalbjahres für die beiden folgenden Schuljahre gewählt. Eine vorzeitige Abwahl ist im Sinne des konstruktiven Mißtrauensvotums möglich.
  2. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und dem Geschäftsführer, der zugleich Kassenwart ist. Mindestens zwei dieser drei Vorstandsmitglieder müssen im Schuldienst stehen, mindestens eines dieser drei Vorstandsmitglieder muß das Fach Gemeinschaftskunde bzw. die Politische Bildung vertreten.
  3. Die Delegiertenversammlung kann ein oder zwei Beisitzer für bestimmte Aufgaben auf begrenzte Zeit oder für die Dauer einer Wahlperiode wählen.
  4. Sollte ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus dem Amt ausscheiden, wird bis zur nächsten, regelmäßigen Delegiertenversammlung das Amt von einem anderen Vorstandsmitglied wahrgenommen.

§ 4 Aufgaben des Vorstands

  1. Der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende leitet die Verhandlungen des Vorstandes und der Delegiertenversammlung. Der Vorsitzende beruft den Vorstand ein, so oft die Lage der Geschäfte dies erfordert oder zwei Vorstandsmitglieder dies schriftlich mit den beabsichtigten Tagesordnungspunkten beim Vorsitzenden beantragen. Dem muß der Vorsitzende binnen eines Monats mit einer Einladung nachkommen.
  2. Zu den Beratungen des Vorstandes kann der Vorsitzende auch die Bezirksvorsitzenden einladen.
  3. Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn die Mehrzahl seiner Mitglieder, unter diesen der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende, anwesend sind. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
  4. Der Vorsitzende vertritt den SWL als Landesverband im erweiterten Bundesvorstand des „Verbandes der Geschichtslehrer Deutschland e.V.“ und als Korporatives Mitglied im erweiterten Bundesvorstand der „Deutschen Vereinigung für Politische Bildung e.V.“. Er kann jede dieser Aufgaben an ein anderes Vorstandsmitglied oder einen Bezirksvorsitzenden auch dauernd delegieren.
  5. Der Geschäftsführer oder ein Beauftragter hat über jede Verhandlung des Vorstands ein Beschlußprotokoll anzufertigen, das von diesem Schriftführer und dem Vorsitzenden unterschrieben und dem Vorstand und den Bezirksvorsitzenden übermittelt wird. Der Geschäftsführer verwaltet auch die Kasse des SWL. Er muß alljährlich der Delegiertenversammlung hierüber Bericht erstatten. Einzelne Zahlungen von über DM 50,- muß der Vorsitzende gegenzeichnen.

Südwestdeutscher Lehrerinnen- und Lehrerverband für historische, politische und ökonomische Bildung e.V.